Ausstieg aus dem fzs und keine Geldgeschenke für Ehrenamtliche

Das neue Semester hat mit einem langen Sitzungstag begonnen. Mein Mittwoch begann um 10 mit einer Sitzung des Fachbereichsrates des Fachbereichs 2, die sich über fast drei Stunden erstreckte und für mich sehr spannend war, da es meine erste Sitzung in diesem Gremium war. Daher habe ich den Beginn der StuPa-Sitzung verpasst und werde mich hier nur zu den Themen äussern, die ich persönlich von Anfang bis Ende mitbekommen habe: Der Ausstieg aus dem fzs und die Ablehnung eines Antrages auf finanzielle Anerkennung für überdurchschnittliche Leistung.

Der fzs(freier zusammenschluss von studentInnenschaften) ist prinzipiell eine sinnvolle Gemeinschaft. Die Idee deutschlandweit die Studierenden zu vertreten und in Presse und Politik tätig zu werden ist gut und richtig. Jedoch ist der fzs, in seiner derzeitigen Form eher eine Geldvernichtungsmaschine als eine funktionierende Vertretung. Jahr für Jahr kostet uns die Mitgliedschaft eine Menge Geld, doch der Nutzen ist eher gering. Gerade durch die deutschlandweite Tätigkeit werden gerade in den wichtigsten Themenbereichen mehrere widersprechende Positionen vertreten. Größere Aktionen werden eher von anderen Zusammenschlüssen durchgeführt und die gelegentlich angebotenen Kurse werden von Koblenzern nicht genutzt. Aus diesen Gründen und auch weil der fzs nicht sinnvoll mit den Geldern der Studierenden umzugehen scheint(trotz recht hoher Einnahmen entstehen eher Schulden) haben wir am Mittwoch nach einem längeren Gespräch mit unserem Referenten für externe Hochschulpolitik beschlossen zum nächstmöglichen Zeitpunkt aus dem fzs auszutreten. Da wir jedoch davon überzeugt sind, dass ein bundesweiter Zusammenschluss der Idee nach sinnvoll ist, wird der fzs zu unserem Austritt noch eine ausführliche Begründung erhalten.

Das andere Thema, über das wir zu entscheiden hatten war ein Antrag des Referenten für Interne Hochschulpolitik, der gerne eine Mitarbeiterin des OrientierungsPhasenAusschusses für herausragende Leistungen mit einer Aufwandsentschädigung belohnt hätte. Für jeden, der es nicht weiß: die OPA-Teamer und Helfer sind vollständig ehrenamtlich tätig, motiviert werden sie vor allem durch die Lust an sinnvoller Arbeit und durch das Bewußtsein, dass Arbeit da ist, die getan werden muss, kurz durch ein ausgeprägtes Verantwortungsgefühl. Im Unterschied dazu bekommen AStA-Referenten eine Aufwandsentschädigung für ihre Arbeit, die aber auch für die notwendigen Ausgaben, wie z.B. Telefonkosten, Fahrtkosten etc. gedacht ist. In diesem Semester war es nun so, dass der OPA sehr spärlich besetzt war, so dass auf alle Beteiligten viel Arbeit entfiel. Unter diesen wenigen Mitarbeitern hat sich nun eine Teamerin, die nebenbei auch noch Parlamentarierin ist, besonders hervorgetan und nach dem Eindruck einiger Beteiligter viel mehr getan als man von einer einzelnen Ehrenamtlichen erwarten könnte. Durch  diese Beobachtung kam der InternReferent auf den Gedanken, dass so ungewöhnliche Leitung auch ungewöhnlich belohnt werden solle und stellte einen entsprechenden Antrag. Nach einigem Überlegen haben wir diesen Antrag jedoch abgelehnt. Nicht weil wir an der Leitung gezweifelt hätten oder weil wir sie nicht mögen, sondern weil wir der Meinung sind, dass es nicht sinnvoll ist ehrenamtliche Mitarbeit in manchen Fällen zu bezahlen. Es gibt immer wieder Ehrenämtler, die viel leisten und welche die wenig leisten, aber wenn wir einmal damit anfangen hier über eine Bezahlung nachzudenken, fürchten wir um die Motivation aller anderen, die auch gute Arbeit leisten(StuPa ist nebenbei gesagt auch so ein Ehrenamt ohne Aufwandsentschädigung). Die beste Belohnung, die in so einem Falle angemessen ist, entspricht auch der Bezeichnung Ehrenamt: Habt Respekt vor denen die hier ihre Freizeit opfern um den Ersties einen guten Einstieg ins Studium zu ermöglichen und überlegt euch vielleicht mal, wo ihr mithelfen könnt, je mehr mithelfen, desto weniger Arbeit bleibt an Einzelnen hängen, und vor allem an alle Erstsemester: Ihr werdet bald viel zu tun haben um euer Studium auf die Reihe zu kriegen, dann habt ihr noch einen Alltag zu Hause, vielleicht sogar einen Job; all das müssen die OPAs auch leisten, trotzdem schaffen sie es sich um die Erstiewoche zu kümmern, nehmt euch ein Beispiel und achtet nicht nur auf euer Fortkommen, dann habt ihr es selbst in der Hand ob die Uni ein Ort ist, wo man sich wohlfühlen kann oder nicht.

Hier noch ein Bericht zum Problem Freiwilligkeit und Bezahlung.

Das wars erst einmal zu den Vorgängen dieser Woche, vielleicht gibt es noch Nachträge über die von mir versäumten Themen.

Ein schönes Wochenende euch allen!

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