They walk the line …

Wer kennt das nicht? Wir wandeln auf einer Linie zwischen Gegensätzen, von denen keine Seite für sich die Richtige ist. Der richtige Weg ist eher der in der Mitte. Aber was hiesst hier Mitte, wenn es doch nur ein entweder oder gibt?

In der Geometrie lässt sich eine Mitte genau errechnen bzw. finden, aber die Gegensätze zwischen denen wir uns bewegen sind selten mathematisierbar. Statt dessen navigieren wir zwischen verschiedenen Konzepten, wie zum Beispiel Egoismus und Altruismus. Wir müssen also den Weg finden, der es schafft beide Seiten am besten zu berücksichtigen.

So ist in einer demokratischen Situation oft die entscheidende Frage, ob man der Mehrheitsmeinung folgt oder sich auf den einsamen Weg begibt, eine eigene Meinung zu vertreten. Beide Möglichkeiten können übertrieben werden. Zu starkes Einlenken auf die Meinung der Mehrheit, nur um es sich einfacher zu machen, ist ein Weg sich selbst überflüssig zu machen. Die eigene Meinung sollte nicht immer hintenanstehen, nur weil es gerade opportun ist oder man vielleicht auch keine hat. Andererseits wird eine Gruppe, die versucht demokratisch zu verfahren, kaum jemals eine Entscheidung treffen, wenn jedes der Gruppenmitglieder eine eigene Meinung gegen die anderen vertritt.

Es kommt hier also auf das Verhältnis an. Oder auf die Kommunikation:
Falls es einer Seite gelingt, alle anderen von ihrer Richtigkeit zu überzeugen, muss niemand gegen die eigene Meinung handeln.

Ob das immer gelingt?

Zum Lesen: Aristoteles, Nikomachische Ethik.

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